Herzlich willkommen auf der Webseite des OGV 08. Juni - Juniriss an Obstbäumen im Garten der Sinne - Kursleitung Fritz Kissling |
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Bauanleitung
für eine Kräuterspirale Eine Kräuterspirale bereichert
die Gewürzvielfalt Ihrer Küche, denn sie bietet die Möglichkeit, auf
kleinstem Raum eine große Kräuter-Vielfalt anzubauen. Die Kräuterschnecke
schafft ein schön natürliches Ambiente Kräuterspiralen erfreuen sich
schon seit Jahren großer Beliebtheit. Denn auf wenig Raum kann man Kräuter mit
verschiedensten Standortansprüchen zusammen pflanzen. So finden mediterrane Kräuter
wie Rosmarin und Lavendel, die eine Vorliebe für trockene und nährstoffarme Böden
haben, ebenso einen Platz wie die heimische Pfefferminze, die es feucht und nährstoffreich
liebt. Mit unserer ausführlichen Bauanleitung können Sie Schritt für Schritt
eine Kräuterspirale selber bauen. Wählen Sie für die Kräuterspirale
einen vollsonnigen Platz im Garten, denn die meisten Kräuter brauchen viel
Licht und Wärme. Die Anlage sollte nicht zu klein ausfallen, damit sich die
verschiedenen Kräuter gut entfalten können. Für ein gutes Dutzend Pflanzen in
einer etwa 80 Zentimeter hohen Kräuterspirale müssen Sie einen
Mindestdurchmesser von rund drei Metern einplanen, das entspricht einer Fläche
von etwa sieben Quadratmetern. Schritt
für Schritt: Bau einer Kräuterspirale
1. Die Fläche ausmessen,
abstecken und spatentief ausheben Schritt 1: Ist der Platz für
Ihre Kräuterspirale festgelegt, stecken Sie als erstes mit Pflöcken und einer
gespannten Schnur den Grundriss der Anlage ab. Orientieren Sie sich dabei an der
Form eines Schneckenhauses. Die Spirale sollte sich später nach Süden hin öffnen.
Heben Sie innerhalb der abgesteckten Fläche die Erde spatentief aus. Der
Teichbereich wird etwa 40 Zentimeter tief ausgehoben. 2. Das Fundament
vorbereiten, Steine aussuchen und Mauer aufbauen Schritt 2: Außerhalb der Teichfläche
wird die abgetragene Fläche der Spirale mit einer etwa zehn Zentimeter starken
Schicht aus grobem Kies aufgefüllt. Sie dient als Fundament für die Mauer und
sorgt dafür, dass es später keine Staunässe gibt. Nun wird die erste Reihe
Steine in Form einer Spirale mit zwei Windungen gelegt. Wenn Sie Natursteine für
die Trockenmauer verwenden, sollten diese mindestens faustdick sein. Auch
Klinkersteine lassen sich gut verwenden. Der Aufbau der spiralförmigen Mauer
erfolgt ohne Mörtel, denn das sieht natürlicher aus. Sie können die Fugen
zwischen den Steinen beispielsweise mit Dost und Thymian bepflanzen.
Gleichzeitig finden nützliche Tiere wie zum Beispiel Eidechsen in den
Mauerspalten einen Unterschlupf. 3. Fläche mit Schotter
auffüllen, Mauer erhöhen, Verfüllung entsprechend der verschiedenen
Feuchtigkeitsbereiche vornehmen Schritt 3: Füllen Sie als nächstes
die Fläche mit einer Schicht grobem Schotter auf. Im Kern der Spirale sollte
die Schicht gut 50 Zentimeter dick sein, zum Teich hin läuft die
Schotterschicht allmählich aus. Bauen Sie dann die Spirale aus Steinen und Erde
schrittweise auf, bis der innere, höchste Punkt der Spirale 80 Zentimeter Höhe
erreicht hat. Nehmen Sie für die Verfüllung keine normale Gartenerde, sondern
verwenden Sie für die verschiedenen Feuchtigkeitsbereiche Mischungen aus Erde,
Sand und Kompost, die den Bedürfnissen der Pflanzen entsprechen. Es lassen sich
vier Feuchtigkeitsbereiche unterscheiden: Für die oberste, trockene Zone wird
der Gartenerde zur Hälfte Sand zugesetzt. Haben Sie stark lehmige Erde, geben
Sie noch Kalksplitt (aus dem Baustoffhandel) hinzu. Nach unten hin nimmt der
Sandanteil stetig ab. Stattdessen werden der Gartenerde humose Erde und Kompost
zugegeben. Am Teichufer besteht die Mischung nur noch aus Erde und Kompost. 4. Den Teich anlegen: Die
Mulde mit Folie auslegen, Sand nachfüllen, Wasser einfüllen und den Rand mit
Steinen beschweren Schritt 4: Zum Schluss wird der
Miniteich am Fuß der Kräuterspirale angelegt. Sie können dafür einen
entsprechend großen Fertigteich verwenden, der in das Loch gesetzt wird, oder
aber Teichfolie auslegen. Zuvor sollten Sie eine fünf Zentimeter dicke Schicht
Sand einfüllen, damit die Folie vor Beschädigungen geschützt ist. Füllen Sie
den Teich mit Wasser und kaschieren Sie dann den Folienrand mit großen Steinen.
Ist die Kräuterspirale fertig gebaut, sollte man sie nicht gleich bepflanzen.
Die eingefüllte Erde muss erst etwas sacken. Am besten warten Sie ein paar
Regengüsse ab und füllen dann nach Bedarf Erde nach. Querschnitt
durch die Kräuterspirale
Um die einzelnen Bauabschnitte
nochmals zu verdeutlichen, sehen Sie hier den Querschnitt durch die Kräuterschnecke. Querschnitt durch die Kräuterschnecke.
Zur Vergrößerung auf das Bild klicken Der Teich sollte rund 40
Zentimeter tief werden. Füllen Sie in die zuvor 1 ausgehobene Mulde eine fünf
Zentimeter dicke 2 Schicht Sand. Darauf kommt die 3 Teichfolie und darüber eine
weitere Schicht Sand. Die Grundfläche der Spirale wird mit einer etwa zehn
Zentimeter starken 4 Schicht grobem Kies aufgefüllt. Mit Natursteinen oder
Ziegeln wird ein Rand in Form einer Spirale mit zwei Windungen gelegt. Dann
folgt eine Schicht 5 grober Schotter, die im Kern der Spirale etwa 50 Zentimeter
dick sein sollte. Bauen Sie die Spirale aus Steinen und 6 gemischter Erde
schrittweise auf. Verwenden Sie als Mischung Gartenerde mit Sand, zur Feuchtzone
hin geben Sie humusreiche Erde und Kompost dazu. Bepflanzung
der Kräuterspirale
Kräuter am laufenden Band
(für die Großansicht auf das Bild klicken) In der Zeichnung links sehen Sie
beispielhaft die Bepflanzung einer Kräuterspirale. Neben Klassikern wie
Rosmarin, Lavendel und Schnittlauch wurden ein paar besondere Sorten ausgewählt,
beispielsweise Orangen-Thymian (Thymus fragrantissimus) mit fruchtigem Aroma und
Garten-Bergminze (Calamintha grandiflora). Letztere ersetzt die zum Wuchern
neigende Pfefferminze. Damit Sie für Ihre Anlage
eine größere Pflanzenauswahl zur Verfügung haben, finden Sie in der folgenden
Liste eine Übersicht geeigneter ein- und mehrjähriger Kräuter für die
verschiedenen Feuchtigkeitszonen. Von vielen Kräutern erhält man im Fachhandel
zahlreiche Sorten. Sie zeichnen sich durch besondere Wuchsformen, Blüten- und
Blattfarben aus sowie durch ausgefallene Aromen. So können Sie Ihr ganz persönliches
Duft- und Geschmackspotpourri zusammenstellen. (c) - "Mein schöner Garten" Newsletter April I 2009 |